Schirmbeck Stiftung | Impulse
Heinrich Schirmbeck, Schriftsteller,
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Impulse

Ein Auszug aus einem Dialog…

 

Mitte der achtziger Jahre hielt ich vor einem kleinen Kreis einen Vortrag über „Innere Kündigung am Arbeitsplatz“ und deren Auswirkungen!

Das Thema war von mir gewählt worden vor dem Hintergrund der „Suchtwochen“ die zum Zeitpunkt des Vortrages gerade in der Öffentlichkeit „Ausgerufen waren“!

Ich sprach über Angst am Arbeitsplatz, über meine Erkenntnisse aus der Mitwirkung in einem Arbeitskreis der sich mit „HUMANITÄT am Arbeitsplatz“ und „Rationalisierung am Arbeitsplatz“ befasste. Ein Arbeitskreis der von Gewerkschaften und dem Bundesverband der Industrie initiiert wurde.

Ich sprach über Erkenntnisse und Erfahrungen aus meinem eigenen beruflichen Umfeld in Konzernen in denen der Rationalisierungsgeist in immer kürzeren Abständen sein Unwesen und Menschen in Angst und den vollzogen Suizid trieb.

Ich sprach über Möglichkeiten und Lösungsansätze diesem Prozess entgegen zu wirken.
Ich sprach aber auch über die Tatsache dass das gleichnamige von der Bundesregierung geförderte Projekt „Humansierung der Arbeitswelt“ eingestellt wurde. Ich sprach in diesem Zusammenhang auch darüber das die damals vom Volkswagen Konzern als Innovation gepriesene neue Lackierstraße „Mutmaßlich“ mit Mitteln aus diesem Projekt finanziert wurde.
Weiterhin sprach ich darüber dass das Projekt „Rationalisierung der Arbeitswelt“ durch die Bundesregierung weiter gefördert würde.

Nach Beendigung des Vortrages, in dem unter anderem der Personaldirektor eines der größten Deutschen Chemiekonzerne als Zuhörer saß, konnte man tiefe Betroffenheit in den Reihen erkennen.
Einige Monate später schrieb mich der erwähnte Personaldirektor an und bat mich um die Übersendung des Manuskripts meines Vortrages da Ihn dieser nicht nur bewegt sondern auch zum Umdenken animiert hätte.

Im Jahr 2009 traf ich mit dem „Drogenbeauftragten der Wirtschaft“ zusammen! Ein Mediziner der nicht nur als Beauftragter sondern auch als praktizierender Arzt tätig war.
Dieser bestätigte mir, daß alleine die Kosten der Produktivitätsausfälle in der Wirtschaft, basierend auf eben diesen in meinem in den 80er gehaltenen Vortrag geschilderten Sachverhalten, auf ca 350 Millionen € jährlich beziffern lassen.
Kosten die nicht sein müssten.
Kosten die auch Dank vieler Präventionsansätzen durch Menschen die erkannt haben was Paul Watzlawick schon beschrieb:

„Die sogenannte Wirklichkeit ist das Ergebnis von Kommunikation. Der Glaube, dass es nur eine Wirklichkeit gibt ist eine gefährliche Selbsttäuschung. Es gibt viel mehr Auffassungen von der Wirklichkeit, die sehr widersprüchlich sein können. Alle Auffassungen sind das Ergebnis von Kommunikation und nicht der Widerschein ewiger, objektiver Wahrheiten.“

trotzdem nicht geringer wurden und wohl auch nicht werden.
Prävention durchgeführt und vorgestellt von Menschen die in Ihrer Arbeit ebenfalls auch erkennen mussten das an der weiteren Aussage von Paul Watzlawick „Wahr ist nicht, was A sagt, sondern was B versteht.“ noch um den Aspekt „sondern was B verstehen will“ ergänzen mussten.

Wir gehen schnell dazu über unsere Welt und die Menschen die sich in der Welt äußern in Schubladen einzuteilen und dabei vielleicht zu übersehen das diese Schubladen mit Holz aus dem Wald der Vorurteile gezimmert wurden.
Wir gehen ebenfalls auch vielzu oft dazu über uns in der Diskussion zu vergraben statt in den Dialog einzutreten.
In der Sache und auch im Ansatz Dinge umzusetzen die der Umsetzung bedürfen, nicht unbedingt der beste Ansatz.
Gerade im Zusammenhang mit Sucht und Prävention sind diese Schubladen oft und aus besonderem Vorurteilsholz geschreinert!
Ich muss nicht das allgemeine „Nichtraucher Gesetz“ und dessen Durchsetzung hierfür gesondert anführen.
Viele andere Ähnliche Beispiele gäbe es hier ebenfalls zu erwähnen.
Doch die Kosten, auch die Opportunen Kosten, die auch heute noch weitaus höher sind als wir in unseren kühnsten Träumen anzunehmen wagen, sind weitaus höher und diese sind, ähnlich der Kosten für die Bankenrettung, für die Entwicklung der Europäischen Union und für die Bezahlung eines vielleicht völlig überflüssigen aber gewollten Verwaltungsapparates, schon lange nicht mehr bezahlbar.
Vor allem nicht durch die, die diese Kosten tatsächlich und ursächlich verursachen.

Doch was bleibt dann zum Schluss noch übrig?
Uns mit uns und unserem Verhalten, unserer Einstellung, mit unserer vielleicht vorhandenen Gier, oder einfach nur mit uns selbst auseinander zu setzen?
Vielleicht zu akzeptieren das es auch noch andere Welten gibt als die die wir uns zurecht gezimmert haben?
Oder einfach so zu tun als würde uns das nichts angehen.

Ähnlich dem Sankt Floriansprinzip, wie es z. B. die Kanzlerin anwandte als sie „betete“ „Herr lass die Telephone meiner Bürger durch die NSA, BND; Finanzministerium, Innenministerium, abhören nur meins nicht?“
Oder ähnlich der Abgeordneten die meinen „Lass die Regelbeiträge zu Hartz IV absenken nur meine Diäten die darfst Du erhöhen“?

Oder die Politiker die im Zusammenhang mit Herrn „Snowden“ oder so, jetzt über Volkerrecht und Völkerrechtsverstöße durch die USA krakelen, wohlweißlich der Kenntnis das sie und ihre Parteien die verbindlich auch durch die Bundesrepublik gezeichneten Verträge vielfach und permanent selbst brachen?“

Vielleicht hilft uns ja das einfache Hinterfragen der eigenen Glaubwürdigkeit bei der Bewertung anderer?

Doch egal was es auch sein wird was helfen kann, wir sollten es einfach tun!

Was tun?

Z. B. wichtige Impulse für mehr

Selbsthilfe
Selbstbestimmung
Selbstverantwortung
Selbstverwaltung

in Wirtschaft, Gesellschaft und globalem sozialem Lebensraum geben.

Und diese auch annehmen.
Dazu kann Bewusstsein und Bildung aber auch der freie Wille beitragen, über den – hier wiederhole ich mich gerne – Wilhelm Busch schon schrieb:

„Der freie Wille:
Vor der Vernunft ist er nicht zu erweisen, aber doch muss man ihn fordern, sonst hört alle Selbstverantwortung auf.“
Wilhelm Busch (1832 – 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller

Der freie Wille der vielleicht nur ein freier und gewissenhafter Mensch haben kann, über den Albert Einstein einmal schrieb:

„Einen innerlich freien und gewissenhaften Menschen kann man zwar vernichten, aber nicht zum Sklaven oder zum blinden Werkzeug machen.“

Albert Einstein

Ob es diesen Menschen und den freien Willen gibt, mag ich nicht beurteilen.
Das es Ihn geben könnte, halte ich für wahrscheinlich!
Das ich vielleicht auch zu diesen Menschen gehöre ist erst einmal eine Entscheidung die ich für mich selbst treffen muss, kann und werde.

Ich halte es hier gerne mit Albert Schweitzers Bezeichnung seines Bildes über sich!

„Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen – wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch.“

© Albert Schweitzer (1875 – 1965), deutsch-französischer Arzt, Theologe, Musiker und Kulturphilosoph, 1952 Friedensnobelpreis

Diese Zeilen sind wichtig.

Motivation für das Tun und für die Projekte.

Innerlich freie Menschen! Gewissenhafte Menschen!
Menschen die Bewusstsein und Bildung nicht als Werbemassnahme von Media Markt, Nestle oder Procter und Gamble verstehen.
Sondern die einfach bereit und in der Lage sind dort etwas zu verändern wo ewas verändert werden kann und das zu erhalten was erhaltenswert ist.
Menschen die eben diese wichtigen Impulse geben können und wollen.

 

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Impulse für eine MitUnternehmerGemeinschaft.

 

  • Der Impuls in die wirtschaftlichen Kreisläufe wäre unter anderem die höhere Wertschöpfung des Einzelnen aus der eigenen Leistungsfähigkeit und somit eine höhere Produktivität für die  Unternehmung.

 

  • Die Wirkung dieses Impulses in die Gesellschaft wäre z. B.: das Ansehen der MitUnternehmerInnen in der Gesellschaft würde wachsen! Die aus der Selbstbestimmung, Selbstverwaltung, und Selbstverantwortung entstandene Gemeinschaft würde zu mehr Leistungsanerkennung, aber auch zu mehr Anerkennung des Mitgliedes dieser Gemeinschaft in der Gesellschaft führen.

 

  • Die Wirkung dieses Impulses in das globale soziale Lebensumfeld wäre mehr Lebensqualität, mehr Zufriedenheit und eine andere Form des Wirtschaftens, wie auch eine andere Form des Umgangs mit natürlichen Ressourcen.