Heinrich Schirmbeck Stiftung | Heinrich Schirmbeck „Ärgert dich dein rechtes Auge“
Heinrich Schirmbeck, Schriftsteller,
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Heinrich Schirmbeck „Ärgert dich dein rechtes Auge“

Heinrich Schirmbeck „Ärgert dich dein rechtes Auge“

12:37 17 März in Buchauszüge, Projekte

„Das Leben auf diesem Planeten“, fuhr er fort, „ich meine das menschliche Leben in seiner unauflöslichen Verquickung mit der technischen Zivilisation, hat einen so unvorstellbaren Grad von Kompliziertheit und Selbstgefährdung erreicht, dass eine winzige Störung in den Kanälen der Information genügt, um es zum Erliegen zu bringen. Obwohl alles nach Leben zu lechzen scheint, nach Weltgenuss und rasendem Güterkonsum, kann nichts darüber hinwegtäuschen, dass wir im Schatten eines uns selbst nicht bewussten Todestriebs stehen. Dieser Todestrieb äußert sich in der wachsenden Unangemessenheit zwischen dem, was ich die informative Kapazität nennen möchte, und den sich ständig einengenden Möglichkeiten, diese Kapazitäten zum Nutzen des Lebens auch zu gebrauchen. Es gibt heute Vabanquespieler an den Spitzen der Machtapparate, die den lebendigen Informationsstrom, wie er der wachsenden Differenzierung des Lebens entsprechen würde, in heimlichen Kanälen stauen. Die hochexplosive Spannung, die dadurch entsteht, kann diesen Stern eines Tages zerstören. Es gibt nur wenige Einsichtige, die die wirkliche Situation erkannt haben. Von ihrem Handeln hängt die Zukunft der Menschheit ab“.