Heinrich Schirmbeck Stiftung | Der junge Leutnant Nikolai (1958)
Heinrich Schirmbeck, Schriftsteller,
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Der junge Leutnant Nikolai (1958)

Der junge Leutnant Nikolai (1958)

11:56 27 März in News

Heinrich Schirmbeck schreibt über seinen Roman
„Der junge Leutnant Nikolai“ 1958

Das Buch sollte Nachdenklichkeit erzeugen, besonders bei denen die im Bolschewismus, in heuchlerischer Verkennung der eigenen Fehlbarkeit das Reich des Bösen erblicken. Es sollte den Anteil des Westens und seiner Philosophie (Hegel, Marx), aber auch seiner ideologischen Machtpolitik an der Vorbereitung der russischen Revolution enthüllen.
Nur wenn der Westen die Stellvertreterrolle des russischen Menschen begreifen lernt, der, auch für den Westen, ein Sozialsystem am eigenen Leibe, durchexerziert und erleidet, dessen praktische Essenz eines Tages für die ganze menschliche Gesellschaft wichtig werden könnte, wenn es darum geht, den demokratischen Liberalismus mit dem brüderlichen Kollektivismus zu einem tragbaren, allen Menschen auf diesem begrenzten Planeten ein menschenwürdiges Dasein verbürgenden Weltsystem zu vereinigen, nur wenn der Westen diese Stellvertreterrolle (die der russische Mensch im Ertragen der Mongolenherrschaft schon einmal für den Westen erlitt) zu würdigen lernt, wird die Aussöhnung und Synthese der heute noch feindlichen Systeme kommen.
Das ständige Gegenüber, mit welchem der Mensch in Zukunft leben muss; die atomare Bedrohung, macht diese Synthese unabdingbar.