Heinrich Schirmbeck Stiftung | Auch eine wichtige Aufgabe – gegen das Vergessen!
Heinrich Schirmbeck, Schriftsteller,
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Auch eine wichtige Aufgabe – gegen das Vergessen!

Auch eine wichtige Aufgabe – gegen das Vergessen!

13:51 30 April in Arbeit und Leben, Bildung

Wir erinnern uns,
dass Heinrich Schirmbeck bereits 1985 forderte:

wir müssen uns „fundamental andere Methoden der Problemlösung einfallen“ lassen.

Betrachten wir uns die Ziele des Paktes von Bogotá und stellen eben diesen unsere Rückschau ideologiebefreit nach 69 Jahren entgegen,
so bleibt uns lediglich die erkenntnislehrende Bestätigung, dass Heinrich Schirmbeck mit seiner fordernden Erkenntnis 1985 Recht hatte und Recht behielt.

Es ist uns bisher gerade nicht gelungen, fundamental andere Wege der Problemlösung zu beschreiten.

Schauen wir uns das genauer an:

„Der Vertrag wurde am 30. April 1948 in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá unterzeichnet und trat am 6. Mai 1948 in Kraft.

Der Bogotá-Pakt von 1948 − offiziell Amerikanischer Vertrag über die friedliche Streitschlichtung − ist ein völkerrechtlicher Vertrag, mit dem sich eine Reihe von amerikanischen Staaten dazu verpflichtet hat, zwischen ihnen bestehende Konflikte ohne die Anwendung oder Androhung von Gewalt und ausschließlich mit friedlichen Mitteln zu lösen.

Das Abkommen zwischen bisher 15 mittel- und südamerikanischen Ländern enthält zur Verwirklichung dieses Ziels detaillierte Regeln für verschiedene Verfahren der friedlichen Streitbeilegung.

Aus rechtshistorischer Sicht war der Bogotá-Pakt einer der ersten multilateralen Verträge, durch den Zuständigkeiten an den 1945 gegründeten Internationalen Gerichtshof (IGH) übertragen wurden. Darüber hinaus zählte er zu den ersten internationalen Abkommen, in denen sich die Vertragsparteien nicht nur zur Nichtanwendung von Gewalt, sondern ohne Einschränkungen auch zum Verzicht auf die Androhung von Gewalt verpflichteten.
Trotz des Vertrages kam es im Juli 1969 zwischen den beiden Vertragsparteien Honduras und El Salvador zu militärischen Auseinandersetzungen, die rund 2100 Todesopfer forderten und als Fußballkrieg in die Geschichte eingingen.“

Bilaterale und multilaterale Verträge, so modern sie in ihrer Entstehungsphase gewesen sein mögen, haben kriegerische Auseinandersetzungen letztlich nicht verhindern können. Bei allen (ökonomischen) Interessengegensätzen und Machtbestrebungen (aus Eitelkeit) setzen wir stur und beständig jene Problemlösungsstrategien ein, mit denen unsere Vorfahren seit Jahrhunderten bereits gescheitert sind.

Der Literat, Essayist und Friedensaktivist Heinrich Schirmbeck bietet uns selbst seine fundamental andere Herangehensweise an:

„Friede als Produktionsgut: ein Antrieb, eine unvergleichbare Motivation für schöpferische Kreativität auf allen Lebensgebieten. Wenn der Friede das allen gemeinsame Produktionsgut ist, könnte er allen Nationalwirtschaften als erstrebenswertes Produktionsziel dienen, das zugleich den Vorteil hätte, dass der lästige und konfliktträchtige Konkurrenzdruck zwischen den einzelnen nationalstaatlichen Volkswirtschaften – ich nenne nur das Konkurrenzdreieck Japan-USA-Westeuropa – wegfiele, denn wer Frieden produziert, ermöglicht damit auch dem anderen, Frieden zu produzieren.“

Die Initiatoren der HEINRICH-SCHIRMBECK-UNIVERSITÄT – allen voran Hans-Jürgen Bell – haben diese Gedanken noch weiter gedacht. Wir sehen in der Kulturform der Genossenschaft die Möglichkeit auf gesellschaftlicher Ebene Frieden als Wirtschaftsgut zur Förderung aller Mitglieder zu produzieren.

Wenn wir nun die Leitgedanken von Bogotá verknüpfen mit der Erkenntnis Schirmbecks und in die Kulturform des Genossenschaftsgedankens (Raiffeisen) übertragen, erhalten wir die Vision der UNITED CO-OPERATIVE NATIONS in Gemeinschaft zu dem Projekt HUMAN EDEN.

Genau dann, wenn wir unsere Vision als Handlungsstrategie begreifen, schlagen wir einen fundamental anderen Weg der Friedens- und Zukunftssicherung ein. So lösen wir uns von den Methoden unserer Vorfahren.

UND: genau dafür müssen WIR Überzeugungsarbeit leisten und aktive Wegbegleiterinnen gewinnen.

Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter in den verschiedenen Projekten, die aus der Vision heraus mittlerweile entstanden sind.

Fernab jeder Ideologie wollen wir mit Heinrich Schirmbeck enden:

„Friede als Produktionsgut: ein Antrieb, eine unvergleichbare Motivation für schöpferische Kreativität auf allen Lebensgebieten.“

HEINRICH-SCHIRMBECK-FRIEDENSUNIVERSITÄT
zum 30. April 2017
mit
UNITED CO-OPERATIVE NATIONS | HUMAN EDEN

Quellenangaben:
Gerd E. Hoffmann (Herausgeber), Schaffen wir das Jahr 2000?, Düsseldorf 1985,
darin: Heinrich Schirmbeck, Plädoyer für ein weltumfassendes System gemeinsamer Sicherheit und internationaler Kooperation

Heinrich Schirmbeck, „Umrisse einer Weltsicherheitsgemeinschaft“ (1984), Ausschnitt aus dem 1984 gesendeten Rundfunk-Essay, Quelle: http:// heinrichschirmbeck-stiftung.de/ heinrich-schirmbeck-…/

Zitat entstammt der Datenquelle: WIKIPEDIA – Stichwort: „Bogotá-Pakt“
aufgerufen am 29.04.2017

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